Wohnbauförderprogramm für barrierefreies Bauen in Bayern

Die Förderung des Bundeslandes Bayern sieht einen Zuschuss bis zu 10000 € für barrierefreies Bauen vor. Es handelt sich bei dem Förderprogramm um einen einmaligen, einkommensabhängigen Zuschuss für das barrierefreie Bauen. Der Zuschuss wird als leistungsloses und tilgungsfreies Darlehen für Umbauten an Wohnungen und Häusern gewährt. In diesem Beitrag beschreiben wir die Fördervoraussetzungen und Einkommensgrenzen im Überblick. 


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Voraussetzungen für den Zuschuss

Klappstützgriffe am WC

Klappstützgriffe am WC, rechts Platz für Rollstuhl

Bis zu 10000 € der Kosten für einen barrierefreien Umbau bzw. Neubau können übernommen werden, sollte nicht soviel Geld benötigt werden, so kann der Restbetrag später erneut beantragt werden.

Beim Neubau können pro Kind zusätzlich 2500 € Zuschuss gewährt werden.

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Voraussetzungen für die Antragstellung sind die Unterschreitung einer Einkommensgrenze, der Schwerbehindertenausweis und die Einhaltung der Normen zum barrierefreien Bauen.  Zur Ermittlung der Einkommensgrenze spielt es neben der Schwerbehinderteneigenschaft auch eine Rolle, ob und wieviele Kinder im Haushalt wohnen. Das Einkommen aller Haushaltsangehörigen im Zeitraum der letzten 12 Monate ist zu belegen. Auf dieser Seite des Ministeriums des Inneren steht u.a. näheres zu den Einkommensgrenzen (siehe die beiden Merkblätter Eigenwohnraum und Mietwohnraum).

Einkommensgrenzen und Berechnung mit dem Bayern Labo Förderlotsen

Per Internetrecherche bin ich auf den Förderlotsen der Bayern Labo gestossen. Dieser Online-Rechner hilft bei der Ermittlung, ob man beim Wohnbauförderprogramm und dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm förderfähig ist. Der hier erläuterte Zuschuss ist Teil des Wohnbauförderprogramms und daher sind die Einkommensgrenzen gleich. Ihr könnt also mit dem Förderlotsen checken, ob ihr die Förderung für barrierefreies Bauen bekommen könnt. Hier geht es zu dem Online-Rechner der Bayern Labo:

Zum Förderlotsen der Bayern Labo

Wo wird der Antrag gestellt?

barrierefreie_türklinke

Türklinke für Rollstuhlfahrer

Zuständig sind für Eigenwohnraum die Stadtverwaltungen bzw. die Landratsämter, für Mietwohnungen die Regierungen beziehungsweise die Landeshauptstadt München oder die Städte Augsburg und Nürnberg. Es empfiehlt sich dort zur Antragstellung und Prüfung der Voraussetzungen einen Termin für ein persönliches Gespräch zu vereinbaren.

Vor Bewilligung des Antrags darf nicht mit dem Bau begonnen werden. Vor der Auszahlung wird der Umbau von einem Sachbearbeiter vor Ort persönlich auf die normgerechte Ausführung geprüft.

Bildquelle Bayernraute: http://www.stmi.bayern.de/suv/bayern/symbole/index.php